Einmischen erwünscht?! Bundesfachtagung Politik - Umwelt - Gesellschaft in Leipzig

Rund 120 Mitarbeitende aus Volkshochschulen und weitere Fachleute der politischen Bildung kamen vom 27.-29. September 2015 in Leipzig zusammen, um unter dem Motto "Einmischen erwünscht?!" unterschiedliche Dimensionen des "Einmischens" in den Blick zu nehmen.

In Praxisbeispielen wurden Methoden und Formate vorgestellt, die zum Einzumischen aktivieren, und es wurde die mögliche Rolle von Volkshochschulen als Initiatoren und Bündelungsstellen von Beteiligungsprozessen diskutiert. Nicht zuletzt diente die Tagung auch dem Erfahrungsaustausch sowie der Vorstellung erfolgreicher Bildungsangebote der politischen Bildung. Eines der Hauptanliegen war es, Ursachen und Strategien im Umgang mit Fremdenfeindlichkeit und Rechtspopulismus zu erörtern, die wir aktuell mit Pegida und Legida erleben.

Leipzig als idealer Tagungsort

Während die Frage nach der Auseinandersetzung mit den Anhängern dieser Gruppierungen und der Rolle der politischen Erwachsenenbildung sehr kontrovers gesehen wurde, waren sich bei der Wahl des Tagungsortes alle einig: Leipzig als Herzstück der "Friedlichen Revolution von ´89" bot mit den parallel und in unmittelbarer Umgebung der Tagung statt findenden Demonstrationen von Legida und deren Gegnern eine reale Kulisse, die auch direkt Auswirkungen auf die Tagung hatte. So zum Beispiel bei GPS- Bildungsrouten oder Hörpfaden, die inmitten dieser Stimmung durch die Stadt führten.

In einer innovativen Tagungskonzeption gab es parallel Workshops, Theorieseminare, Talks und viel gute Praxis aus der Welt der Volkshochschulen. Eingerahmt war dieses Programm in prominent besetzte Leipziger Gespräche, einen Fishbowl und zum Abschluss ein rollendes Podium.

Demokratie braucht Volkshochschule

Im ersten Gespräch diskutierten Prof. Klaus Ahlheim und Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung: Einig waren sie sich in der Haltung, dass die Volkshochschule nicht den Auftrag hat, sich mit antidemokratischen Gruppen auseinanderzusetzen, sehr wohl aber mit Menschen, die in diese Richtung tendieren. Sehr kontrovers wurde hier auch im Plenum diskutiert, wo die Grenzen der politischen Bildung zu ziehen sind.

Umso bedeutender ist, dass die Volkshochschulen ein klares Bekenntnis zur politischen Bildung in allen Lebensphasen zur Wahrung und Stärkung unserer Demokratie und gesellschaftlichen Werte ablegen. Oder wie es eine der Arbeitsgruppen auf den Punkt brachte: Demokratie braucht Volkshochschule!

Eine moderne Tagungsdokumentation in Form von Interviews, Filmdokumentation der Podiumsgespräche und zahlreichen Präsentationen finden Sie unter www.vhs-bw.de/vhspb2015 .
 



    1. Aus der Rubrik Aktuelles:

    2. Update zu Präsenzveranstaltungen und Prüfungen

      Bitte beachten Sie, dass aufgrund der Corona-Situation unsere Präsenz-Veranstaltungen bis auf Weiteres entfallen oder mit (...) weiter

       
    3. Aktuelle Besetzung in der Geschäftsstelle

      Aufgrund der aktuellen Lage in Sachen Corona-Virus arbeiten die Mitarbeiter*innen des Hessischen Volkshochschulverbandes (...) weiter

       
    4. Veranstaltungsreihe Smart Democracy

      Die Veranstaltungsreihe Smart Democracy soll Volkshochschulen dabei unterstützen, unterschiedliche Themen aus dem Bereich (...) weiter